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Trotz Kälte und Eis
Schifffahrt fährt auf dem Main-Donau-Kanal
(03.02.2012 / sya) 
Dauerfrost bis -21°C bestimmt das Wetter weiterhin.
Auf dem Main-Donau-Kanal breitet sich eine Eisschicht aus. In den höher gelegenen Kanalstufen ist das Wasser fast vollständig mit Eisschollen bedeckt. Ein Ende der eisigen Temperaturen ist bis mindestens Ende nächster Woche nicht in Sicht. Eisbrecher im Einsatz Damit die Schifffahrt ungehindert weiterfahren kann, sind Eisbrecher im Einsatz. Besonders in den oberen Schleuseneinfahrten wird das Eis mit jeder Schleusung angesaugt. Hier fahren die Eisbrecher und schaffen damit eine freie Fahrrinne für die Schifffahrt. Bei den jetzigen Temperaturen friert diese Fahrrinne schnell wieder zu und muss erneut aufgebrochen werden. Das heißt Dauereinsatz für die Eisbrecher der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.

Schleusen werden eisfrei gehalten

Besonders beansprucht werden derzeit die 7 Schleusen von Hausen bis Hilpoltstein durch das Eis. Bei jeder Einfahrt in die Schleusen schieben die Schiffe Eis in die Schleusenkammer, das sich an den Toren und den seitlichen Tornischen festsetzt. Damit die Tore weiterhin bewegt werden können, müssen die Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes das Eis immer wieder aus dem Torbereich entfernen. Die körperlich anspruchsvollen Arbeiten werden mit Stangen von Arbeitsschiffen aus durchgeführt. Nur durch diesen Einsatz wird der Schleusenbetrieb an den obigen Schleusen in der Zeit von 6:00 bis 20:00 Uhr aufrechterhalten. Die übrigen 9 Schleusen arbeiten noch rund um die Uhr.

Einschränkungen für die Schifffahrt Ab Samstag können nur noch Schiffsverbände mit einer Gesamtlänge von 180 m (normal sind 190m), geschleust werden. Für Schub- und Koppelverbände kann dies bedeuten, dass sie ihr Schiff in zwei Teile zerlegen und einen Teil zurücklassen müssen.
 

Das Wasser- und Schifffahrtsamt Nürnberg unternimmt mit dem Eisbrechereinsatz und dem Freihalten der Tore alle Anstrengungen, damit die Schiffe so lange wie möglich fahren können. Bei anhaltender Kälte mit Minusgraden in zweistelliger Höhe ist aber im Laufe der nächsten Woche mit weiteren Einschränkungen zu rechnen, auch eine Einstellung der Schifffahrt ist nicht ausgeschlossen.