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Am 07.02.2012 wurde willkürlich die Internationale Wasserstraße Mosel gesperrt. An besagtem Tag war ich in der Talfahrt mit unserem MS Silence, 70 Meter mal 8,16 Breite und erlebte eine im Verhältnis zu den Witterungsverhältnissen freie Fahrt. Im Gegensatz zu der Mosel oberhalb von Thionville, wo sich auf der Wasserstraße selbst Eis bis zu 8 cm gebildet hatte, war auf der Mosel ab Konz nur Treibeis aus den Nebenflüßen Sauer, Kyll, Salm, Lieser, und Alf zu sehen, daß sich zu einem leichten Packeis verband, das ohne Widerstand zu durchfahren war. Es gab keinerlei Erschütterung bzw. Bewegung im Schiff durch das Eis. In Zeltingen durchfuhren wir die alte Kammer, deren Vorkanal durchgängig vereist war. Aber auch hier ging die Schleusung in gewohnter Zeit ohne Störung vonstatten. Gegen 19:30 an der Schleuse Enkirch erfuhren wir dann über den Schleusenfunk, daß die Schleuse Fankel außer Betrieb genommen wäre wegen Eisgang. Sofort sah ich mir (ca 21 Uhr) über die Webcamera der Schleuse Fankel die Situation an und konnte sehen, daß die Kammer relatv eisfrei war. Auch jetzt, 07:49, ist die Kammer bis auf einzelne kleinen Schollen eisfrei, ebenso der obere Vorkanal. Wir kamen gegen 22 Uhr gestern zum Stillstand in Alf. Ein Telefonat etwas früher mit der Schleuse Fankel mit dem Hinweis, daß bei unserem relativ kleinen Schiff die Fahrt noch lange möglich sei, brachte keinen Erfolg. Ein
Funkgespräch soeben, 07:50 mit der Schleuse St. Aldegund sagte aus, von ihm
aus könnten wir fahren (dem Schleusenmeister aus), aber die Fahrt wäre noch
nicht frei gegeben. Es kann nicht sein, daß eine Wasserstraße die noch gestern im Eisbericht ohne Behinderung ausgewiesen ist, am gleichen Tag noch gesperrt wird. Unser Verkehrsträger erleidet durch die einsame Entscheidung von Mitarbeitern der Verwaltungen irreversiblen Schaden. Ich verlange mit aller Entschlossenheit für eine unverzügliche Freigabe der Wasserstraße Mosel Sorge zu tragen. Hans Peter Duhr MS Silence
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